27. April 2016

Rhabarberzeit ist Kuchenzeit...

... jedes Jahr auf`s Neue fiebern wir ihm schon entgegen: dem Beginn der Rhabarberzeit.
Verknüpft mit vielen Kindheitserinnerungen (in Zucker gestippt, erinnere ich mich noch genau, wie wir die langen Stengel frisch aus dem Garten früher einfach so weggeknabbert haben-) freue ich mich um so mehr, dass auch unsere Kinder diese, sagen wir mal, nicht jedermann`s Lieblingsobst, etwas angesäuerten, aber gesunden Stangen nicht verschmähen.
Vielleicht liegt es auch an dem Kuchenrezept, dass ich vor Jahren einmal entdeckt habe, und das aus unserem Repertoire nicht mehr wegzudenken ist...
Ich habe es jedoch ein wenig abgewandelt (so nehme ich etwas weniger Rhabarber als im Original- ein Kilo reicht bei uns dicke..., und, wie immer, auch weniger Zucker). Eine nette, kleine geschmackliche Veränderung bietet auch die Verwendung von Vollkornmehl statt Weißmehl, es macht den Kuchen noch ein bisschen kerniger, was ich persönlich sehr mag...


Rhabarber- Kokos- Kuchen


Ihr braucht...

für den Teig:
200g Butter
150g Zucker
6 Eier
300g Mehl
2 Teelöffel Backpulver
100g Kokosraspeln

für den Belag:
1kg Rhabarber
100g Kokosraspeln
100g Zucker
2 Eier

Butter mit dem Zucker in einer Rührschüssel schaumig rühren. Nach und nach die Eier zugeben und ebenfalls gut verrühren.
Mehl und Backpulver hinzufügen, weiter rühren bis ein glatter Teig entsteht.
Jetzt kommen noch die Kokosraspel in die Teigmasse, wenn alles gut vermengt ist, kann man sie nun auf ein gefettetes Backblech geben und glatt streichen.

Rhabarber schälen, in schmale Ringe schnippeln und auf dem Teig verteilen.

Die zwei Eier zusammen mit den restlichen Kokosraspeln und dem Zucker durchmischen, und als "Guss" locker obenauf verteilen.



So sieht das Ganze nun aus:


Nun ab mit dem Blech in den Ofen, auf der mittleren Schiene 35- 40 Minuten bei 180°C Ober-/Unterhitze backen, bis die Kokosflocken anfangen, ganz zart gelb zu werden.
So bleibt der Kuchen noch schön saftig...

Gefunden habe ich diesen Geheimtipp hier, in einem unscheinbaren, kleinen Rezeptbuch der Comenius- Schule Aschaffenburg, die mit ihren Schülern die hiesige Stadtbücherei immer mittwochs neben dem Wochenmarkt mit ihren herrlichen, selbstgebackenen Kuchen versorgt.
Das Projekt leitet eine sehr engagierte Lehrerin, der wohl auch dieses Büchlein, das einen echten Schatz an einfallsreichen und wunderbar leckeren Rezepten beinhaltet, zu verdanken ist.


Die Comenius- Schule ist eine Förderschule für Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen, das Buch ist richtig liebevoll gestaltet und mit Schritt- für Schritt- Bildern versehen...

Käuflich kann frau es für kleines Geld jeden Mittwoch (außer in den Ferien) in der Bibliothek erwerben. Direkt über die Schule geht aber bestimmt auch...
 
 
Ach ja, wer keine Kokosraspeln möchte, kann diese bestimmt auch durch gemahlene Nüsse aller Art ersetzen (Haselnüsse, Mandeln, Cashew und Walnüsse gehen auch...).
Aber durch die Kokosraspeln erhält das Sonntagsgebäck in der Kombination mit dem Rhabarber eine interessante feine, exotische Note, die nicht nur bei den großen Gästen großen Anklang findet...

Das Rezept wurde mit Zustimmung der Comenius- Schule Aschaffenburg veröffentlicht. Alle Rechte liegen dort, bzw. bei der Fachlehrerin Frau Kuhn, die diese Rezepte und das Buch dazu entwickelt hat.

und nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Ausprobieren, und eine feine Rhabarberzeit...




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